Weiss-Mehl GmbH

Bruckmühl 1
D-84387 Julbach
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Impressum  
 

Seit jeher schon galten Mühlen als ein technisches Wunderwerk, da man sich die Energie des Wassers zu Nutze machen konnte, um das Mühlenrad anzutreiben.

Auch unsere Bruckmühle, „die Mühle an der Brücke“, verdankt ihren Namen ihrem wunderschönen Standort am Türkenbach.

Schon lange Zeit vor 1180 wurde unsere Bruckmühl gegründet und zählte schon damals zu den wichtigsten Mühlen der Umgebung. Bereits 1361 war sie mit ihren fünf Mahlwerken die größte Mühle der Gegend und hat über die Jahrhunderte ihre wichtige Bedeutung für den Standort behalten.

1874 erwarb schließlich Matthias Zehentner, ein Müller aus Obing bei Tacherting, unsere Bruckmühl. Er war der Großvater der bekannten Bruckmüllerin Rosa Weiß – meiner Großmutter. Schon Matthias legte großen Wert auf die Nachhaltigkeit des Betriebs und baute die Mühle völlig um. Es entstand ein fortschrittlicher Mühlenbetrieb, der großes Ansehen genoss. Auch die Hauskapelle wurde zu dieser Zeit erbaut.

Rosa heiratete schließlich meinen Großvater Josef Weiß, den Sohn der Weißmühle von Marienberg bei Burghausen. Josef begnügte sich nicht mit dem derzeitigen Stand der Mühle und baute sie noch weiter aus. Eine abermalige Modernisierung war erforderlich, ein Bürogebäude kam hinzu, in Bruckmühl entstand ein Lagerhaus und neben den bestehenden Lagerhäusern in Bruckmühl und Marienberg wurden noch kleinere Filialen in Zeilarn und Edermanning errichtet.

Besonders stolz denke ich auch an die vielen sozialen Ambitionen, denen sich mein Großvater zuwandte, zurück. Beispielsweise erbaute er das erste Schwimmbad im Umkreis. Als der zweite Weltkrieg ausbrach, wurde eine große Lücke in die Reihen der Mitarbeiter von Bruckmühl gerissen. Von den 20 eingezogenen Männern, kehrten nur zwei zurück. Zum Andenken an die Gefallenen aus dem eigenen Betrieb errichteten meine Großeltern eine Waldkapelle auf einer kleinen Anhöhe.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte unserer Mühle ist das 1964 errichtete Getreidesilo, das die bisherigen Gebäude noch überragte und Bruckmühl abermals ein neues Gesicht gab.

Nach dem Tod meines Großvaters  1967 wurde der Betrieb von meiner Großmutter Rosa weitergeführt – unterstützt von ihren beiden Töchtern Rosmarie und meiner Mutter Liselotte sowie dem Schwiegersohn Gustl Martlmüller. Kurz nach der Hochzeit Liselottes mit dem Müllermeister Herbert Willmerdinger, galt es eine schwere Entscheidung zu treffen. Sollte die Mühle im Rahmen der staatlichen Mühlenstilllegungsaktion geschlossen werden oder sollte man sich der Aufgabe stellen Bruckmühl weiterzuführen. Man entschied sich für die Verantwortung, Tradition und den technischen Fortschritt. Das Herz der Mühle wurde neu gebaut und eingerichtet und steht jetzt auf dem modernsten Stand der Technik.

Seit 2002 führe ich den Mühlenbetrieb mit meiner Frau Martina weiter. Auch ich lege großen Wert auf die nie endende Verbesserung und den Fortschritt unserer Mühle, um beste Qualität zu gewährleisten. Daher arbeiten wir heute völlig modernisiert mit neuesten Maschinen. Als mittelständischer Familienbetrieb mit handwerklichen Wurzeln leisten wir unseren Beitrag zur Mehlversorgung im südostbayerischen Raum und dem angrenzenden Österreich.

Ihr Herbert Willmerdinger